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Upcoming

13 – 14 Oct 2022
Workshop: „Un jour Pina a demandé …“
Pina Bausch: Medialisierungen und Transformationen

In Kooperation mit dem Evangelischen Studienwerk Villigst
Evangelisches Studienwerk, Haus Villigst, Schwerte (Deutschland)

Die Rezeption und Wirkungsgeschichte der in Solingen geborenen Choreografin Pina Bausch und ihres Tanztheaters Wuppertal sind auch 13 Jahre nach ihrem Tod äußerst lebendig und vielschichtig. Dabei ist die Polarität von regionaler Verwurzelung in Wuppertal als ‚nicht-schönem’ Ort, der aber für sie und die Tänzerinnen als ‚Kraftwerk‘ diente, und internationaler Wirkung als globale theatrale Utopie ein häufig dokumentiertes Thema. Besonders zwei Filme trugen – wenn auch auf unterschiedliche Weise – zu der schillernden Medialisierung des Mythos „Pina“ bei: Chantal Akerman: Un jour Pina a demandé … (1983) und Wim Wenders Pina (2011). Während der Film von Akerman eine sensible, frühe Innenansicht ihrer Companie bei der Arbeit zeigt, versucht Wenders‘ posthumes 3D-Movie die Aktionsfelder zwischen den unterschiedlichen Nationalitäten, Sprachen und künstlerischen Identitäten mit einer opulenten Bildersprache zu illustrieren.
Als Projektionsfläche und Symbolträgerin, als Handelnde und Interpretierte wirft die Choreografin die Frage auf: Welche Pina Bausch meinen wir heute und auf welcher Grundlage? Durch das Weiterbestehen der Companie, die Etablierung eines Archivs und mehrere Ausstellungen sowie Publikationen werden die Produktionen der Tanztheatermacherin andauernden Transformationen unterzogen. Diesen Prozessen soll der Workshop unter Mitwirkung von Referentinnen nachspüren. Dabei werden zwei Arten von Heterotopien im Vordergrund stehen: eine ‚diskursive‘, die sich auf die Überlieferung, den Umgang mit dem Werkkomplex bezieht, und eine ‚räumliche‘, die die verschiedenen Identitäts-Schichten der Tanz/Pina-Community in den Blick nimmt.

Past

Photo: Constantin Georgescu

31 March – 01 April 2022
Atelier: Shifting and Morphing. Skills of Artistic Displays: Dance, Choreography …
In cooperation with Institute of Dance Arts (IDA)
Anton Bruckner Privatuniversität Oberösterreich, Linz (Austria)
Konzept + Realisierung: Rose Breuss, Claudia Jeschke, Andreas Backoefer

The Cambridge Dictionary paraphrases the verb ‘to morph’ with “to gradually change, or change someone or something, from one thing to another”. Highlighting the metaphoric quality of the transitory as well as transient connotation of the term, the object-based ‘morphing’ brings about – as does the time-based ‘shifting’ – untried strategies and fresh artistic procedures that are operationalized as well as contextualized in the multiple (and distinct) media transformations of e.g. doing dancing and/or video art.
Thus, the laboratory format of the artistic-academic Atelier intends to understand morphing and shifting as dynamic converters of knowledge production in body/movement-related arts by embracing experiments with and strategies of agency, experience and visualization in movement research, scoring, historiography, praxeology… The Atelier asks about the peculiarity of non-discursive practices of thought in (dance) arts, their aesthetic obstinacy and their own validity.